
Guide
Hōgon-ji ist ein Tempel der Shingon-Schule, gelegen auf der Insel Chikusuma in der Stadt Nagahama, Präfektur Shiga. Chikusuma-jima ist eine etwa 2 km große Insel, die als nationale historische Stätte und bedeutende Landschaftsstätte ausgewiesen ist. Die Hauptgottheit ist die Große Benzaiten, eine der drei bedeutendsten Benzaiten-Gottheiten Japans. Die gesamte Insel ist ein heiliger Ort, geprägt von einer dramatischen Topografie mit steilen Klippen.
Chikusuma-jima wird seit alters Zeiten als heiliger Ort für die Verehrung der Benzaiten-Gottheit verehrt. Heute existieren der Tempel Hōgon-ji und der Tsukubusuma-Schrein als getrennte religiöse Stätten, was auf die Trennung von Shintoismus und Buddhismus zu Beginn der Meiji-Zeit zurückzuführen ist. Ursprünglich praktizierte man hier den Synkretismus (Verschmelzung beider Religionen). Die Verbindung wird durch zwei überdachte Korridore sichtbar, die die Kannon-do-Halle des Tempels mit der Haupthalle des Tsukubusuma-Schreins verbinden. Ein besonderes Highlight ist das Karamon-Tor, ein Nationalgut, das ursprünglich aus dem Toyokuni-Schrein stammt.

Der Tempel beherbergt zahlreiche historisch wertvolle Bauten. Besonders hervorzuheben sind das als Nationalgut deklarierte „Karamon-Tor“, die Kannon-do-Halle (wichtiges Kulturgut) sowie die verbindenden Korridore. In der Haupthalle (Benzaiten-do) finden sich zudem beeindruckende Wandmalereien wie die „Goten-no-zu“ von Arai Kanmoto und die „Hiten-no-zu“ (Fliegende Gottheiten). Weitere Schätze sind die fünfstöckige Steinpagode (wichtiges Kulturgut) und die „Mochi-no-ki“-Bäume, die einst von Katagiri Katsumoto gepflanzt wurden.
Der Zugang zur Insel Chikusuma ist an die Fahrpläne der Ausflugsboote gebunden. Die Insel zeigt je nach Jahreszeit ein anderes Gesicht; besonders im Frühling (März bis Mai) und im Herbst (Oktober bis November) ist die Natur besonders eindrucksvoll. Da die Reise mit dem Boot erfolgt, wird empfohlen, die Wetterlage und die Schifffahrtszeiten vorab zu prüfen.

Die Anreise erfolgt mit dem Ausflugsboot von Häfen wie Nagahama, Hikone oder Imatsu. Die Bootsfahrt selbst ist bereits ein Teil des spirituellen Erlebnisses. Auf dem Gelände finden sich heilige Orte wie die „Zuisui-Quelle“ (spirituelles Wasser) sowie der „Kokuryu-do“-Schrein, der dem Schwarzen Drachen gewidmet ist. Ein weiteres Highlight ist die „Kannon-hōan-den“, in der 33 Statuen der Heiligen der Saigoku Sanjusankasho-Wallfahrt untergebracht sind.
Chikusuma-jima ist als Ganzes ein heiliger Ort. Die Fortbewegung auf der Insel erfolgt über gepflasterte Wege und Steintreppen. Es gibt einige kleine Souvenirläden auf der Insel. Die Bootsfahrt von den Häfen Nagahama, Hikone oder Imazu bietet zudem einen wunderschönen Blick auf den Biwa-See.

Da die Insel nur per Boot erreichbar ist und das Gelände durch Steintreppen und Steigungen geprägt ist, wird das Tragen von festem, bequemen Schuhwerk dringend empfohlen. Bitte beachten Sie, dass neben der Inselanreise eventuell zusätzliche Gebühren für die Tempelbesichtigung anfallen.