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Hijiori Onsen ist ein historisches Onsen-Dorf in der Gemeinde Okura, Präfektur Yamagata. Es liegt am östlichen Rand der sogenannten „Hijiori-Caldera“ mit einem Durchmesser von zwei Kilometern. Die Region ist bekannt für ihre natürlichen heißen Quellen mit einer Zusammensetzung aus Natrium-Chlorid und Bicarbonat. Ein besonderes Merkmal ist die Lage in einer der schneereichreichsten Regionen Japans; im Winter kann die Schneehöhe problemlos 4 Meter überschreiten, was eine magische, winterliche Kulisse schafft.
Die Ursprünge der heißen Quellen gehen auf das Jahr 807 (Heian-Zeit) zurück. Die Legende besagt, dass ein Mönch namens Gen-o nach einer göttlichen Eingabe durch den Bodhisattva Jizo eine Heilmethode für einen gebrochenen Ellbogen fand, woraus der Name „Hijiori“ (Ellbogen-Bruch) entstand. Historisch war der Ort ein wichtiger Stützpunkt für Pilger der Dewa Sanzan-Berge sowie für die Shugendo-Asketen. Die Region ist zudem tief mit dem Buddhismus verwurzelt, was durch Tempel wie das Aun-in und das Mizo-in belegt wird. Auch das traditionelle Kunsthandwerk, wie die Herstellung von Kokeshi-Puppen und Holzschnitzereien, ist fest in der lokalen Kultur verankert.
Entlang des Do-yama-Flusses reihen sich charmante, alte Holz-Ryokans und traditionelle Häuser aneinander. Ein markantes Wahrzeichen ist das ehemalige Postgebäude von 1937, das die historische Ästhetik der Stadt bewahrt. Ein besonderes Erlebnis ist das „Ashiyu“-Erlebnis (Fußbäder). Es gibt insgesamt sechs öffentliche Fußbäder, darunter das „Hatsukoi Ashiyu“ im Genzen-Park sowie die Fußbäder von Otomoya und Wakamatsuya. Im Genzen-Park können Besucher zudem beobachten, wie das heiße Wasser direkt aus der Quelle sprudelt.
Von Frühling bis Herbst findet ab 05:30 Uhr morgens der traditionelle Morgenmarkt (Asaichi) statt. Dieser Markt hat eine lange Geschichte seit 1917 und ist der ideale Ort, um lokale landwirtschaftliche Produkte und handgemachte Waren zu entdecken. Im Winter (November bis Februar) verwandelt sich die gesamte Landschaft in eine tief verschneite, stille Märchenwelt, die besonders friedlich wirkt.
Ein Spaziergang durch die historische Straßenlandschaft und das Besuchen der verschiedenen Fußbäder sind die Hauptaktivitäten. Kulinarisch sollten Sie unbedingt die „Hotei Manju“ (süße Buns) oder die berühmte „Hijiori Caldera Cider“ probieren. Letzterer ist eine karbonisierte Spezialität, die auf die Begeisterung des Dichters Saito Motoyoshi für die Kombination aus heißen Quellen und Zucker zurückgeht.
Die Region umfasst auch die benachbarten Quellen Kogane Onsen und Ishibako Onsen, die tiefer in der Caldera liegen. Zudem dient Hijiori Onsen als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Berg Gassan.
Da die Wege im Ort oft uneben sind und im Winter durch Schnee und Eis glatt werden können, ist festes Schuhwerk und warme Kleidung unerlässlich. Bitte achten Sie beim Besuch der öffentlichen Fußbäder und Onsen auf die örtlichen Regeln und die Etikette gegenüber anderen Gästen.