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„Nihonkai“ war ein luxuriöser Nachtzug (Limited Express), der einst die Bahnhöfe Osaka und Aomori über die Tokaido-Hauptlinie, die Kosei-Linie, die Hokuriku-Hauptlinie, die Shin'etsu-Hauptlinie, die Uetsu-Hauptlinie und die Ou-Hauptlinie (Nihonkai-Vertikalverbindung) miteinander verband. Der Betrieb begann 1947 als Express zwischen Osaka und Aomori und wurde später zum Limited Express aufgewertet. Dieser Zug spielte eine entscheidende Rolle in der japanischen Eisenbahngeschichte, indem er die Regionen Westjapan mit der Tohoku-Region während der Nacht verbindet.
Die Geschichte des „Nihonkai“ begann im Juli 1947. Im Jahr 1950 erhielt der Zug seinen Namen, und 1968 wurde er zum Limited Express befördert. Er war ein Symbol der japanischen Nachtzug-Kultur. Aufgrund sich ändernder Reisebedürfnisse und des Rückgangs der Fahrgäste wurde der reguläre Fahrplan im Zuge einer Fahrplanänderung am 17. März 2012 eingestellt. Damit endete eine Ära der nächtlichen Verbindungen zwischen der Kansai-Region und dem Norden Japans.
Das herausragende Merkmal dieses Zuges war seine markante Wagenkonfiguration. Er wurde von einer EF81-Elektrolokomotive der JR West (Abteilung Tsuruga) gezogen. Die Wagen bestanden aus sieben 24-Serie-Waggons der JR East (Aomori Vehicle Center) mit B-Schlafplatz-Sitzen (zweistöckig). Ein besonderes Spektakel für Eisenbahnfans war der Lokomotivwechsel in Tsuruga, der die Dynamik des damaligen Bahnbetriebs perfekt widerspiegelte.
Da der „Nihonkai“ ein Nachtzug war, war der Betrieb stark von der Jahreszeit und dem Wetter abhängig. Besonders im Winter war die Strecke der Shin'etsu- und Uetsu-Hauptlinien entlang der Japanischen See anfällig für starke Winde und Schneefälle, was oft zu Verspätungen oder Ausfällen führte. Bei extremen Windbedingungen (Hira-Oroshi) an der Kosei-Linie mussten Züge manchmal über den Bahnhof Maihara umgeleitet werden. Das Verständnis dieser klimatischen Einflüsse ist Teil der faszinierenden Eisenbahngeschichte Japans.
Obwohl der reguläre Betrieb eingestellt wurde, können Reisende heute die historische Route nachvollziehen. Sie können die ehemaligen Haltestellen wie Osaka, Shin-Osaka, Kyoto, Kanazawa, Toyama, Akita und Aomori mit modernen Zügen (Shinkansen oder Regionalbahnen) bereisen, um die Landschaften zu erleben, die einst der „Niaonkai“ durchquerte. Das Eintauchen in die Welt der EF81-Lokomotiven und 24-Serie-Waggons ist für Eisenbahn-Liebhaber eine inspirierende Zeitreise.
Die Route des „Nihonkai“ führt durch kulturell reiche Gebiete. Von den Städten der Hokuriku-Region wie Kanazawa und Toyama bis hin zu den Zentren der Tohoku-Region wie Akita und Aomori bietet jede Station eine eigene kulturelle Identität. Eine Reise durch diese Regionen ermöglicht es, die tiefe Verbindung zwischen den Regionen Japans zu verstehen, die einst durch diesen Nachtzug geknüpft wurde.
Bitte beachten Sie, dass diese Informationen auf dem historischen regulären Betrieb basieren. Da der „Nihonkai“ nicht mehr im regulären Fahrplan steht, sollten Sie für Ihre Reise aktuelle Informationen zu Ersatzverbindungen (wie Shinkansen oder Fernbusse) einholen. Falls Sie die Gelegenheit nutzen, historische Waggons bei speziellen Eisenbahn-Events zu sehen, folgen Sie bitte den Anweisungen des Personals vor Ort.