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Das Great East Japan Earthquake and Nuclear Disaster Memorial Museum wurde mit dem Ziel errichtet, die Erinnerungen an das Große Erdbeben von Ostjapan und die nukleare Katastrophe in Fukushima lebendig zu halten. Die Ausstellungen dokumentieren die Ereignisse, die Auswirkungen der Katastrophe und die daraus gewonnenen Lehren. Ein besonderes Highlight sind die sogenannten „Katari-be“-Vorträge: Hier teilen Betroffene ihre persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen, was eine emotionale Tiefe vermittelt, die durch rein schriftliche oder visuelle Dokumente allein oft nicht erreicht werden kann.
Die Einrichtung spielt eine entscheidende Rolle bei der Weitergabe des Wissens über das Erdbeben von 2011 und den Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi an die nächste Generation. Es werden nicht nur die Verluste dokumentiert, sondern auch der Weg der Menschen in der Region und ihre Bemühungen um den Wiederaufbau. Das Museum ist mehr als ein Archiv; es ist ein Ort, der die Erfahrungen der Vergangenheit nutzt, um die Katastrophenvorsorge und den Schutz der Zukunft zu stärken.
In den Ausstellungsbereichen können Besucher die Realität der Katastrophe anhand von Dokumenten und Exponaten nachvollziehen. Ein besonderes Erlebnis bietet der Workshop-Bereich im zweiten Stock, in dem viermal täglich „Katari-be“-Vorträge stattfinden. Hier erzählen Menschen aus der Region Hamadori frei über ihre Erlebnisse und die Lehren, die sie daraus gezogen haben. Diese Vorträge dauern etwa 40 Minuten und sind auf maximal 27 Plätze begrenzt (nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“). Zudem gibt es wechselnde Sonderausstellungen und das beeindruckende Objekt „TOMORROW“ von Tatsuya Ishii, das die Erinnerung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Das Museum ist das ganze Jahr über geöffnet. Es empfiehlt sich jedoch, vorab die Website auf aktuelle Sonderausstellungen oder Themen-Panels zu prüfen (z. B. zum aktuellen Status der Rückkehrzonen), um einen tieferen Kontext zu erhalten. Da die Vorträge der Erzähler (Katari-be) einem festen Zeitplan folgen (10:00, 11:15, 13:15 und 14:30 Uhr), sollten Sie Ihre Ankunft zeitlich darauf abstimmen. Jeder Vortrag dauert etwa 40 Minuten.
Die zentrale Erfahrung in diesem Museum ist das Zuhören der Erzähler. 37 verschiedene Personen teilen ihre persönlichen Geschichten und Lehren, was den Besuch zu einer tiefgreifenden, persönlichen Erfahrung macht. Es ist eine Gelegenheit, die Geschichte nicht nur als Fakt, sondern als menschliches Schicksal zu begreifen. Auch individuelle Feldstudien und spezielle Programme zur Wissensvermittlung werden angeboten.
Das Museum befindet sich in der Stadt Nihonmatsu in der Präfektur Fukushima. In der Umgebung finden sich weitere Einrichtungen, die den Wiederaufbau dokumentieren, sowie Landschaften, die den Fortschritt der Region widerspiegeln. Ein Rundgang durch die Umgebung kann helfen, das Verständnis für die aktuelle Situation der Region zu vertiefen.
Um die Konzentration während der Vorträge zu wahren, wird um ein respektvolles Verhalten gebeten. Bitte stellen Sie Mobiltelefone auf lautlos oder schalten Sie diese ganz aus. Während der Vorträge ist das Gespräch zu vermeiden. Fotografieren oder Aufnehmen ist nur nach vorheriger Absprache mit dem Personal oder den Erzählern gestattet. Das Museum ist barrierefrei und bietet kostenlose Rollstühle, einen Stillraum sowie Mehrzwecktoiletten an. Da Sie viel Zeit mit dem Betrachten der Exponate verbringen, wird bequemes Schuhwerk empfohlen.