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Hibikinada Sinkan Gokan (Gunkan Bohatei)

Guide

Hibikinada Sinkan Gokan (Gunkan Bohatei)

10 Min. Lesezeit

Überblick & Faszination

Die Hibikinada Sinkan Gokan (bekannt als 'Gunkan Bohatei' oder Kriegsschiff-Wellenbrecher) in der Präfektur Fukuoka, nahe Kitakyushu, ist ein außergewöhnliches historisches Denkmal. Sie wurde unter Verwendung der Wracks von drei Zerstächern der ehemaligen kaiserlichen japanischen Marine errichtet. Von den insgesamt 770 Metern langen Wellenbrechern bestehen etwa 400 Meter aus den Schiffskörpern dieser Kriegsschiffe. Diese Anlage wurde als Teil der '2800 Erben der modernen Ziviltechnik' ausgewählt. Die Entstehung ist besonders kurios: In der Zeit des extremen Materialmangels nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schiffe als Baumaterial für den Hafenbau zweckentextlich eingesetzt. Heute bietet die Szenerie mit den rostigen Stahlstrukturen, die der Meeresbrise ausgesetzt sind, einen sehr markanten und melancholischen Anblick.

Historischer Hintergrund

Der Bau des Wellenbrechers erfolgte im Jahr 1948. Aufgrund der akuten Materialknappheit nach dem Krieg wurde unter Leitung des Verkehrsministeriums der Plan umgesetzt, die Schiffe 'Yanagi' (die erste), 'Suzutsuki' und 'Fuyutsuki' zu versenken, um sie als Wellenbrecher zu nutzen. Die Schiffe wurden in der Reihenfolge 'Yanagi', 'Suzutsuki' und 'Fuyutsuki' von der Landseite aus zum Meer hin platziert. Während man früher teilweise in die Schiffsrümpfe hineingehen konnte, sind aufgrund von Alterungsprozessen und Taifunschäden heute nur noch die oberen Teile des 'Yanagi'-Schiffskörpers über eine Länge von etwa 80 Metern sichtbar. Die Schiffe 'Suzutsuki' und 'Fuyutsuki' wurden bei Instandsetzungsarbeiten im Jahr 1962 vollständig mit Beton überdeckt.

Hibikinada Sinkan Gokan (Gunkan Bohatei) 1

Die wichtigsten Highlights

Das beeindruckendste Merkmal ist der noch sichtbare Rumpf der 'Yanagi'. Die etwa 80 Meter langen, rostigen Eisenstrukturen zeugen eindrucksvoll von der einstigen Macht der Zerstächer. Dieser Ort ist jedoch nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für lokale Angler, was eine einzigartige Mischung aus historischer Stille und alltäglichem Leben schafft. Vor Ort gibt es Hinweisschilder, die die Geschichte und den Ursprung dieses Ortes erläutern.

Beste Reisezeit & Tageszeit

Da es sich um einen offenen Außenbereich handelt, empfiehlt sich ein Besuch während der hellen Tagesstunden. Ein Besuch ist zu jeder Jahreszeit möglich, jedoch sollte man aufgrund der Lage am Meer mit starkem Wind rechnen. Besonders empfehlenswert ist der späte Nachmittag: Wenn die Sonne untergeht, wird die rostige Struktur der Schiffe vom warmen Licht der Abendsonne beleuchtet, was eine sehr fotogene und atmosphärische Stimmung erzeugt.

Aktivitäten & Erlebnisse

Neben dem Besichtigung der historischen Ruinen ist der Ort ein bekannter Spot für Angler, die beispielsweise auf Fischarten wie Meerbrasse (Ají), Scholle oder Seabass (Suzuki) hoffen. Bitte achten Sie darauf, die historische Substanz zu respektieren. Da sich in der unmittelbaren Umgebung keine Geschäfte oder Convenience Stores befinden, sollten Sie Verpflegung und Getränke vorab besorgen.

Umgebung

In der Nähe des Berges Takatoyama befindet sich ein Gedenkmal, das die Geschichte der drei Schiffe ehrt. Es liegt nahe dem Hakusan-Schrein. Ein Besuch dieses Schreins in Kombination mit dem Wellenbrecher ermöglicht ein tieferes Verständnis des historischen Kontextes der Region. Auch die industrielle Landschaft von Kitakyushu prägt das Erscheinungsbild der Gegend.

Wichtige Hinweise für Besucher

  • *Bezahlung**: An der unmittelbaren Küste gibt es keine Verkaufsstellen. Bitte bringen Sie ausreichend Bargeld für eventuelle Parkgebühren (falls zutreffend) mit und kaufen Sie Getränke und Snacks vorab in der Stadt.
  • *Sprache**: Es gibt vereinzelt englische Beschilderungen, die Informationen bieten, die Hauptbeschilderung ist jedoch auf Japanisch.
  • *Reservierung**: Ein Besuch ist jederzeit ohne Voranmeldung möglich.
  • *Kleidung & Schuhe**: Da der Untergrund aus Beton, Felsen und rostigen Eisenstrukturen besteht, ist der Weg uneben. Tragen Sie unbedingt festes, geschlossenes Schuhwerk.
  • *Fotografie**: Das Fotografieren ist erlaubt, solange die historische Struktur nicht beschädigt wird und der Betrieb der Angler nicht gestört wird.
  • *Barrierefreiheit**: Aufgrund der unebenen Struktur und der Treppen/Stufen ist der Ort für Rollstuhlfahrer nur sehr eingeschränkt zugänglich.
  • *Etikette**: Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Angler und nehmen Sie Ihren Müll unbedingt wieder mit, um die Natur und das Denkmal zu schützen.