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Das „Hetomato“ ist ein historisches Fest aus der Shimozakiyama-Region auf der Insel Fukue (Stadt Goto, Präfektur Nagasaki) und wurde 1987 als wichtiges immaterielles Kulturgut Japans anerkannt. Das Faszinierende an diesem Fest ist der mystische Charakter: Der genaue Ursprung und die Bedeutung des Namens „Hetomato“ sind bis heute ein Geheimnis. Die Abfolge der verschiedenen Rituale gilt als äußerst selten und wertvoll im Bereich der japanischen Volkskunst. Es dient dazu, den Schutz der Götter zu erflehen und für Wohlstand sowie die Abwendung von Unheil zu betrachten.
Die Wurzeln des Hetomato reichen weit zurück; erste schriftliche Erwähnungen finden sich in lokalen Chroniken von 1918, doch mündliche Überlieferungen deuten auf eine Entstehung in den 1890er Jahren hin. Das Fest ist eng mit den Neujahrsritualen verknüpft und symbolisiert eine Art spirituelle Reinigung. Früher diente es auch dazu, durch Seilziehen die Ernte oder den Fischfang vorherzusagen. Während viele lokale Traditionen in Japan verschwinden, wird das Hetomato als lebendiges Kulturerbe von der Gemeinschaft mit großem Stolz bewahrt.
Das Fest beginnt mit dem „Miya-Sumo“ am Shiramama-Schrein, bei dem Kinder und junge Männer ihre Kraft messen. Ein weiterer ästhetischer Höhepunkt ist das „Hanetsuki“ (Federstoßspiel), bei dem zwei frisch vermählte Frauen auf einem Sake-Fass stehen und sich gegenseitig mit Federn spielen – ein Symbol für Fruchtbarkeit und Glück.
Ein sehr dynamischer Teil ist das „Tama-seri“, bei dem junge Männer, die mit Ruß bedeckt sind, leidenschaftlich um Strohbälle kämpfen. Auch das traditionelle Seilziehen (Tsunahiki) gehört zum Programm, um das Schicksal des kommenden Jahres zu bestimmen. Das absolute Highlight ist die Prozession der „Dai-Zori“ (riesige Sandalen): Junge Männer tragen die etwa drei Meter langen Sandalen zur Yamashiro-Schrein. Dabei gibt es oft festliche Momente, in denen unverheiratete Frauen im Rahmen der Feierlichkeiten hochgeworfen werden – ein farbenfrohes Finale, das die gesamte Gemeinschaft vereint.
Das Fest findet jährlich am dritten Sonntag im Januar statt. Die Zeremonien beginnen in der Regel gegen 13:00 Uhr. Da es sich um die Wintermonate auf den Gotō-Inseln handelt, ist es wichtig, auf die Temperaturen zu achten. Wir empfehlen, die gesamte Abfolge – vom Sumo über das Federstoßspiel bis hin zur Prozession der großen Sandalen – von Anfang bis Ende zu verfolgen, um die volle spirituelle Atmosphäre aufzusaugen.
Das Hetomato ist primär ein Fest zum Beobachten und Erleben der Atmosphäre. Sie können die Prozessionen entlang der Routen in der Shimozakiyama-Region und am Shiramama-Schrein beobachten. Die Anblicke der Teilnehmer in traditioneller Kleidung oder im Sumo-Gewand bieten eine tiefe kulturelle Erfahrung, die weit über das bloße Zuschauen hinausgeht.
Das Geschehen konzentriert sich auf die Insel Fukue in der Stadt Goto, insbesondere die Gegend um den Shiramama-Schrein und den Yamashiro-Schrein. Ein Besuch ermöglicht es auch, die malerische Landschaft und die historische Architektur der Gotō-Inseln zu erkunden.
Da das Fest im Januar stattfindet, ist warme Kleidung (dicke Mäntel, Handschuhe, Wärmepads) unerlässlich. Bitte halten Sie bei den dynamischen Teilen wie dem Tama-seri oder der Sandalen-Prozession stets einen sicheren Abstand ein. Respektieren Sie die lokalen Bräuche und die Privatsphäre der Teilnehmer während der heiligen Zeremonien.