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Das Hakusa Sonso ist ein außergewöhnliches Anwesen, das der renommierte japanische Maler Hashimoto Kanketsu als sein persönliches Atelier und Refugium erschuf. Auf einer weitläufigen Fläche von 10.000 Quadratmetern finden sich herrschaftliche Wohngebäude aus der Taisho- und frühen Showa-Ära, drei spezialisierte Ateliers für die Malerei, Teehäuser und buddhistische Schreine. Das Herzstück ist der als nationales Prachtstück (Meisho) ausgewiesene Wandelgarten, der durch eine tiefe Verbindung zur Natur und eine meisterhafte Gestaltung besticht. Die Anordnung der Steine und die Architektur spiegeln die tiefe Ästhetik des Malers wider.
Hashimoto Kanketsu (1883–1945) war eine zentrale Figur der japanischen Malerszene in der Kyotoer Ära der Taisho- und Showa-Zeit. Ab etwa 1914 begann er mit der Gestaltung dieses Anwesens auf einem Gelände, das ursprünglich zum Einflussbereich des Jodo-ji-Tempels gehörte. Die Architektur und die Gartenanlage wurden über Jahrzehnte hinweg in Etappen entwickelt: Die Haupthäuser und Ateliers entstanden zwischen 1914 und 1916, die Teehäuser zwischen 1931 und 1932, und der westliche Teil des Gartens wurde zwischen 1936 und 1938 vollendet. Kanketsu schuf hier eine „Utopie des Gelehrten“, in der Architektur und Natur zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen.

Das Highlight ist zweifellos der 7.400 m² große Wandelgarten mit seinen Teichen und Pfaden. Zu den architektonischen Schätzen gehören das Haupthaus Zuimeizan sowie die eleganten Teehäuser Isuitei, Kaiseki-an und Kotei. Im Jahr 2014 wurde zudem ein zweistöckiges Museum eröffnet, das die Werke von Hashimoto Kanketsu sowie seine wertvolle Sammlung präsentiert. Besonders faszinierend sind die im Garten verteilten historischen Steinmetzarbeiten, die an die Ära der Heian- und Kamakura-Zeit erinnern. Auch die hölzerne Jizo-Bodhisattva-Statue, ein wichtiges Kulturgut, verleiht dem Ort eine spirituelle Tiefe.
Das Hakusa Sonso zeigt sich in jeder Jahreszeit von einer neuen Seite. Besonders im Frühling und Herbst, wenn die Farben der Natur mit der Architektur harmonieren, ist der Besuch besonders lohnenswert. Die Öffnungszeiten sind von 10:00 bis 17:00 Uhr. Es empfiehlt sich, das Gelände bei Tageslicht zu besuchen, um die Spiegelungen im Teich und die feinen Details der Gebäude optimal genießen zu können.

Ein Spaziergang durch das Gelände gleicht einer Zeitreise. Sie können die Architektur der Teehäuser (wie Kotei oder Kaiseki-an) aus nächster Nähe erleben und die tiefe Spiritualität der japanischen Malerei im Museum studieren. Die ruhige Atmosphäre lädt dazu ein, dem hektischen Alltag zu entfliehen und die Stille zwischen Natur und Kunst zu genießen.
Das Anwesen liegt in der kulturell bedeutsamen Gegend von Higashiyama in Kyoto, in der Nähe des berühmten Ginkaku-ji (Silberner Pavillon). Dies macht einen Besuch ideal für einen ausgedehnten Kulturspaziergang durch die historischen Viertel Kyotos.

Da das Gelände sehr weitläufig ist, empfehlen wir bequemes Schuhwerk. In den Gebäuden und im Garten ist ein respektvoller Umgang mit den Kulturgütern erforderlich. Die Bezahlung vor Ort ist sowohl per Bargeld als auch per Kreditkarte möglich. Eine Vorabreservierung ist für den regulären Besuch nicht zwingend erforderlich, jedoch empfiehlt es sich, bei Sonderausstellungen vorab die Verfügbarkeit zu prüfen.