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Die Hakone Kyu-Tokaido Ishidatami ist ein national geschütztes historisches Denkmal in der Stadt Hakone, Präfektur Kanagawa. Dieser Weg ist ein Teil der alten Tōkaidō-Route, die während der Edo-Zeit als einer der schwierigsten Passagen Japans („Tenka no Nanjo“) bekannt war. Die unregelmäßig geformten Natursteine des Pflasters und die majestätischen, etwa 400 Jahre alten Zedernwälder lassen die Reisenden vergangener Zeiten lebendig werden. Dieser Ort bietet eine tiefe Stille und eine perfekte Symbiose aus Natur und Geschichte.
Dieser Weg wurde zu Beginn der Edo-Zeit als offizieller Weg für die kaiserliche Verwaltung ausgebaut. Damals war die Strecke als „Hakone Hachiri“ bekannt und galt als steiler, mühsamer Bergpfad, der für Erwachsene einen vollen Tag Wanderzeit beanspruchte. Da der Pass als einer der gefährlichsten Abschnitte der Tōkaidō galt, passierten ihn viele Daimyō (Regionalfürsten) auf ihren Reisen. Das heutige Kopfsteinpflaster wurde entwickelt, um den Weg auch bei Regen begehbar zu machen. Die Zedernwälder entlang des Weges stammen teilweise aus der Zeit um 1618, als die Hakone-Station eingerichtet wurde, und zeugen bis heute von der Beständigkeit der Natur.

Das Highlight ist die Kombination aus dem gut erhaltenen, unebenen Natursteinpflaster und der umgebenden Flora. Die Struktur der Steine verleiht dem Pfad einen authentischen, historischen Charakter. Besonders beeindruckend sind die jahrhundertealten Zedern sowie der Moosbewuchs auf den Bäumen und Steinen, die das Bild einer klassischen japanischen Landschaft aus der Edo-Zeit vervollständigen.
Die historische Atmosphäre ist das ganze Jahr über erlebbar. Besonders schön ist die Strecke im Frühjahr bei frischem Grün oder im Herbst, wenn die Laubfärbung die Farbenpracht der Natur verändert. Ein Besuch am Tag ist ideal, um das Spiel von Licht und Schatten durch das Blätterdach auf dem Steinpfad zu genießen. Da die Beleuchtung begrenzt ist, wird eine Wanderung bei Tageslicht empfohlen.

Der Fokus liegt auf dem entschleunigten Wandern. Entlang der gepflegten Pfade können Sie die Struktur der alten Handelswege nachvollziehen und die Wege der Reisenden aus der Edo-Zeit nachwandern. Es ist eine meditative Art der Fortbewegung in einer sehr ruhigen Umgebung.
In der Hakone-Region gibt es zahlreiche weitere historische Orte. In der Nähe befinden sich der Ashi-See, der Hakone-Schrein und ehemalige Poststationen der Edo-Zeit. Mit dem Bus erreichen Sie bequem Ziele wie den Motohakone-Hafen oder Hakone-Yumoto.
Aufgrund der unebenen Natursteine sind feste Wanderschuhe oder Sneaker mit gutem Profil absolut notwendig. Da Sie sich in einem Waldgebiet bewegen, sollten Sie auf Wetterumschwünge vorbereitet sein und ausreichend Wasser mitführen. Bitte achten Sie darauf, die Natur und die historischen Stätten zu respektieren: Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit und pflücken Sie keine Pflanzen.