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Die Hakone Kyu-Kaido Suginami-kei (Zedernallee des alten Hakone-Weges) ist ein national ausgewiesenes historisches Denkmal in der Präfektur Kanagawa. Sie liegt im Motohakone-Gebiet am Ufer des Ashi-no-ko-Sees und bewahrt den Charme des alten Tokaido-Weges aus der Edo-Zeit. Das beeindruckendste Merkmal sind die monumentalen Zedern, die über 20 Meter hoch werden können und ein Alter von mehr als 350 Jahren aufweisen. Die Umgebung ist von einem dichten, friedlichen Wald geprägt, in dem das sanfte Licht durch das Blätterdach bricht – ein Ort, an dem die Kraft der Natur und die Schwere der Geschichte perfekt harmonieren.
Die Bepflanzung dieser Zedernallee geht auf das Jahr 1618 zurück, als sie vom Herrscher von Kawagoe, Matsudaira Masatsuna, angelegt wurde. Einst war der Wald noch weitaus dichter; in der berühmten Weise von Rentero Taki wurde die Allee einst als ein Ort beschrieben, an dem es selbst am helllichten Tag noch dunkel war. Durch Straßenbauarbeiten im Jahr 1904 gingen viele der Bäume verloren, doch die verbliebenen Riesen werden heute als kostbares historisches Erbe streng geschützt.

Im Mittelpunkt steht die majestätische Präsenz der riesigen Zedern, deren Stämme teilweise einen Durchmesser von 4 Metern erreichen. Der Weg ist relativ flach und besteht aus gut gepflegten Kies- und Erdpfaden. Es ist ein multisensorisches Erlebnis: Das Rascheln der Blätter, der Gesang der Vögel und der frische, charakteristische Duft der Zedern lassen Sie in die Zeit der Reisenden der Edo-Periode eintauchen. Historische Gedenksteine entlang des Weges bieten zudem tiefe Einblicke in die lokale Geschichte.
Die Allee zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Im Frühling lockt das frische Grün, im Sommer bietet der dichte Schatten eine willkommene Abkühlung vor der Hitze, im Herbst verwandelt das bunte Laub den Pfad und im Winter herrscht eine meditative Stille. Besonders im Sommer ist der Spaziergang aufgrund der natürlichen Kühlung durch die Bäume sehr angenehm. Die hellen Tagesstunden sind ideal, um das Spiel von Licht und Schatten für Fotografien einzufangen.
Der Fokus liegt auf einem entspannten Naturwandern (Forest Bathing). Es ist kein anspruchsvoller Bergsteigpfad, sondern ein leichter Spazierweg, der sich hervorragend für eine kurze Erholung zwischen anderen Sehenswürdigkeiten in Hakone eignet. Die Kombination aus Naturerlebnis und dem Eintauchen in die Geschichte macht den Besuch besonders reizvoll.
In unmittelbarer Nähe befinden sich die historische Hakone-Kontrollstation (Hakone Sekisho) und das dazugehörige Museum, die einen tiefen Einblick in die Kultur der Edo-Zeit geben. Auch die malerische Uferpromenade des Ashi-no-ko-Sees mit dem Narukawa Museum ist leicht erreichbar. Nach dem Spaziergang können Sie in nahegelegenen Restaurants oder Onsen-Anlagen entspannen.
Für die Wanderung wird festes Schuhwerk (Sneaker oder Wanderschuhe) empfohlen, da der Untergrund teilweise unbefestigt ist. Für die Anreise mit dem Bus oder bei Besuchen in der Umgebung sollten Sie sowohl Bargeld als auch Kreditkarten (Visa, MasterCard etc.) bereithalten. Während die Naturwege selbst keine strengen Regeln haben, bitten wir Sie, Ihren Müll wieder mitzunehmen. Die Wege sind teilweise uneben, daher ist beim Gehen Vorsicht geboten.