
Guide
Der Gyokusen-inmaru Garden befindet sich innerhalb der Kanazawa-Burg in der Stadt Kanazawa, Präfektur Ishikawa. Es handelt sich um einen klassischen Wandelgarten (Chisen-kaiyu-shiki), der ursprünglich im Jahr 1634 von Maeda Toshitsune angelegt wurde. Nach einer umfassenden Ausgrabung und Rekonstruktion im Jahr 2015 präsentiert sich der Garten heute in seiner vollen Pracht. Die Architektur des Teehauses „Gyokusen-an“ im Shoin-Stil versprüht den eleganten Charme der Kyoto-Tradition. Von hier aus blicken die Besucher auf die imposanten Steinmauern der Kanazawa-Burg und die malerische Gartenlandschaft, die durch Brücken, die die Inseln Ichi-no-shima, Ni-no-shima und San-no-shima verbinden, besticht. Ein besonderes Erlebnis ist die Wochenend-Illumination, die den Garten in ein magisches Licht taucht.
Die Wurzeln dieses Gartens reichen bis in die frühe Edo-Zeit zurück. Er wurde von Maeda Toshitsune, dem vierten Sohn von Maeda Toshiie, gestaltet. Da Toshitsune eine enge Verbindung zu den Erbauern des berühmten Katsura-Palastes in Kyoto hatte, spiegelt die Gestaltung des Gartens dessen raffinierte Ästhetik wider. Obwohl die ursprüngliche Gestalt im Laufe der Jahrhunderte verloren ging, wurde sie durch die Rekonstruktion im Jahr 2015 wiederbelebt. Der Garten ist somit ein bedeutendes kulturelles Zeugnis der Geschichte der Kanazawa-Burg.

Das Herzstück des Gartens ist die Aussicht vom Teehaus „Gyokusen-an“. Während das Teehaus auch einen kostenlosen Ruhebereich bietet, können Besucher gegen eine Gebühr an einer formellen Teezeremonie teilnehmen. Von hier aus lässt sich die massive Struktur der Burgmauern aus nächster Nähe beobachten, deren verschiedene Steinmetz-Stile faszinend sind. Ein weiteres Highlight ist der „Dan-ochi-no-taki“-Wasserfall auf der Westseite des Gartens, der die natürliche Schönheit der Umgebung unterstreicht. Die harmonische Anordnung der Inseln und Brücken schafft ein vollendetes Landschaftsbild.
Der Garten zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner besten Seite. Im Frühling, wenn die Kamelien mit ihren rot-weißen Mustern und die gelben Osmanthus-Blüten blühen, ist die Atmosphäre besonders belebend. Auch die roten Beeren der Akebia bieten einen schönen Farbkontrast zum Teich. Im Winter bietet die Szenerie mit den mit Schneeschutz versehenen Kiefern einen ganz besonderen, ruhigen Anblick. Ein absolutes Muss ist der Besuch am Wochenende, um die nächtliche Illumination zu erleben, die eine ganz andere, emotionale Tiefe erzeugt.

Im Teehaus Gyokusen-an können Sie tief in die japanische Teekultur eintauchen. Bei der kostenpflichtigen Tee-Zeremonie genießen Sie Matcha und traditionelle japanische Süßigkeiten in einem Raum, der durch seine Schlichtheit und Eleganz besticht. Es ist der perfekte Ort, um die Stille und die jahreszeitlichen Wechsel der Natur zu reflektieren. Ein Spaziergang durch den Garten ermöglicht es zudem, die verschiedenen Steinmetz-Arbeiten der Burgmauern und die botanische Vielfalt wie Kamelien oder Akebia aus der Nähe zu studieren.
Der Garten liegt direkt im Kanazawa-Burgpark. Dieser Park beherbergt weitere historische Gebäude wie die Ninomaru-Palast-Anlagen und ist Teil eines größeren kulturellen Rundwegs in Kanazawa. Die Nähe zum Bahnhof Kanazawa macht einen Besuch besonders unkompliziert, da der Bahnhof als zentraler Knotenpunkt für die gesamte Region dient.
Da der Untergrund je nach Wetter und Jahreszeit variieren kann, empfehlen wir festes, bequemes Schuhwerk. Falls Sie die Teezeremonie im Gyokusen-an nutzen möchten, halten Sie bitte die Gebühr (ca. 800 Yen für Matcha und Süßigkeiten) bereit. Bitte beachten Sie die geltenden Regeln innerhalb der Kanazawa-Burg-Anlage.