
Guide
Goshikinuuma ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Seen in der Urabandai-Region der Präfektur Fukushima, die durch vulkanische Aktivitäten entstanden sind. Die Namen der Seen, wie Bishamonnuma, Akanuma, Midoronuma, Ryunuma, Bentenuma, Rurinuma, Aonuma und Yaginuma, leiten sich von ihren jeweils einzigartigen Farben ab. Je nach Wetter, Jahreszeit, Betrachtungswinkel oder den im Wasser enthaltenen vulkanischen Mineralien verändern sich die Nuancen von Smaragdgrün über Kobaltblau bis hin zu Türkis oder Pastellblau. Da das Gebiet Teil eines Nationalparks und eine besonders geschützte Zone ist, wird die natürliche Umgebung streng bewahrt.
Die Landschaft wurde durch die vulkanische Aktivität des Berges Bandai im Jahr 1888 geprägt. Ein massiver Erdrutsch infolge einer Dampfexplosion an der Nordflanke des Berges führte dazu, dass Flüsse aufgestaut wurden, wodurch diese malerische Seenlandschaft entstand. Diese durch die Natur geschaffene Topografie wird heute als wertvolles Naturerbe geschätzt und findet auch in internationalen Reiseführnissen wie dem Michelin Green Guide Anerkennung.

Das Highlight ist der Kontrast der Farben zwischen den einzelnen Seen. Besonders der 'Aonuma' (Blauer See) ist für seine intensive Färbung bekannt. Im größeren Bishamonnuma können Sie je nach Saison auch eine Ruderbootfahrt unternehmen. Auf dem Wanderweg können Sie die Seen nacheinander erleben und das harmonische Zusammenspiel zwischen dem Wasser, dem Himmel und der umliegenden Vegetation beobachten.
Die Farben der Seen variieren stark je nach Lichteinfall und Wetterlage. Ein sonniger Tag oder die goldene Stunde am Nachmittag lassen die Farben besonders intensiv leuchten. Beachten Sie, dass im Winter bestimmte Aktivitäten wie Bootsfahrten pausieren können. Die Veränderung der Vegetation im Herbst bietet zudem einen wunderschönen Rahmen für die farbenfrohen Seen.

Die Hauptaktivität ist das Wandern auf den gut ausgebauten Naturpfaden. Die Wege sind relativ flach und auch für Anfänger gut machbar. Für ein besonderes Erlebnis können Sie in den Seen mit einem Ruderboot fahren. Zudem bieten geführte Wanderungen die Möglichkeit, tiefer in die ökologischen Besonderheiten der Region einzutauchen.
In der Nähe befindetnt sich das Morohashi Museum of Modern Art, das für seine Kunstsammlung bekannt ist. Zudem gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants in der Umgebung, wie das 'Urabandai Bussankan', wo Sie lokale Spezialitäten genießen können.

Da die Wege teilweise felsig oder bei Regen rutschig sein können, wird festes Schuhwerk empfohlen. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, ist das Sammeln von Pflanzen oder Tieren streng untersagt. Bitte bleiben Sie stets auf den markierten Wegen. Wenn Sie mit Haustieren unterwegs sind, müssen diese an der Leine geführt werden, um Wildtiere (wie Bären oder Affen) nicht zu provozieren. Die Bezahlung in umliegenden Einrichtungen erfolgt meist per Bar oder Kreditkarte.