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Rakan-ji (Gohyakurakan) ist ein Tempel der Kōya-san Shingon-Schule in der Stadt Oda, Präfektur Shimane. Er ist Teil des UNESCO-Welterbes „Iwami Ginzan Silberbergwerks und seine kulturellen Landschaften“ und stellt ein bedeutendes religiöses Denkmal dar, das die hochentwickelte Steinmetzkunst der Region zeigt. Das markanteste Merkmal sind die insgesamt 501 steinerne sitzenden Rakan-Statuen, die in drei Höhlen in die Felswand gehauen wurden. In der mittleren Höhle befindet sich eine Shakyamuni-Triade, während die beiden seitlichen Höhlen jeweils 250 Rakan-Statuen beherbergen.
Der Tempel wurde im Jahr 1764 von Geikai Jōin gegründet. Die Entstehung der 501 Rakan geht jedoch auf die Zeit zwischen 1736 und 1740 zurück. Inspiriert durch die Verehrung der sechzehn Rakan in einem anderen Tempel, wurde das Projekt durch die Zusammenarbeit von Beamten der Omori-Verwaltung und der lokalen Bevölkerung vorangetrieben. Die Fertigstellung dauerte etwa 25 Jahre und wurde durch die meisterhafte Hand der Steinmetze aus Unzen durchgeführt. Der Tempel diente auch als Ort des Gedenkens für die Menschen, die im Silberbergwerk verstorben waren, und ist eng mit der Geschichte der lokalen Steinbrücken und Bauwerke verknüpft.

Die drei in den Fels gehauenen Höhlen sind das Herzstück des Tempels. Die Anordnung der 501 Rakan-Statuen zeugt von der außergewöhnlichen Präzision der damaligen Steinmetzkunst. Neben den Statuen finden Sie historische Bauwerke wie die charakteristische gebogene Steinbrücke und die Hōkyōintō-Pagode. Ein besonderes Detail ist die Decke der Haupthalle, die mit der Legende der „Doppeldrachen“ verziert ist.
Rakan-ji bietet zu jeder Jahreszeit einen beeindruckenden Anblick. Besonders bei Tageslicht lassen sich die feinen Details der Skulpturen und der Felsstrukturen am besten beobachten. Die harmonische Verbindung von Natur, Steinbrücken und den in den Fels gehauenen Heiligtümern schafft eine einzigartige Atmosphäre.
Besucher können die steinerne Rakan-Gruppe aus nächster Nähe betrachten. Ein Besuch bietet die Möglichkeit, die tiefe Verbindung zwischen der Geschichte des Silberbergwerks Iwami Ginzan und der religiösen Kunst der Region zu erleben. Es ist ein Ort der Stille und der historischen Kontemplation.
Rakan-ji liegt innerhalb der geschützten Zone der „Traditionellen Architekturgruppen von Omori“, die Teil des UNESCO-Welterbes ist. In der Nähe befinden sich weitere historische Stätten wie das Kumagai-Anwesen und das Iwami Ginzan Dokumentationszentrum.
Für den Tempelbesuch ist eine Gebühr zu entrichten. Bitte halten Sie Bargeld bereit.
Es gibt keine offiziellen Informationen über englischsprachige Führungen oder Personal.
Eine vorherige Reservierung ist nicht erforderlich.
Aufgrund der Steintreppen und der geneigten Wege wird festes, bequemes Schuhwerk dringend empfohlen. Haustiere sind erlaubt.
Bitte beachten Sie die örtlichen Hinweisschilder bezüglich der Fotografie.
Der Tempel weist aufgrund der Felsnischen, Steintreppen und der natürlichen Topografie Hindernisse wie Stufen und Steigungen auf. Der Zugang für Rollstuhlfahrer ist eingeschränkt.