
Guide
Das Tsukigata Kabato Museum befindet sich in der Stadt Tsukigata in der Präfektur Hokkaido. Diese Einrichtung erzählt die Geschichte der „Kabato Shijikan“, einer Gefängnisverwaltung, die von 1882 (Meiji 15) bis 1919 (Taisho 8) über 39 Jahre lang politische und gewöhnliche Straftäter untergebrachte. Die Exponate und Gebäude dienen dazu, die Sozialstruktur und das tägliche Leben während der Pionierzeit Hokkaidos zu dokumentieren. Die Anlage besteht aus mehreren Teilen, darunter das ehemalige Hauptgebäude der Kabato-Verwaltung aus dem Jahr 1881, das Hauptgebäude mit historischen Ausstellungen und ein Nebengebäude, das der Kunst des Bildhauers Honda Akiji gewidmet ist.
An diesem Ort existierte einst die Kabato-Verwaltung, ein Ort, der über drei Jahrzehnte hinweg eine zentrale Rolle in der regionalen Geschichte spielte. Das erhaltene Hauptgebäude hat eine bewegte Geschichte: Nach einem Brand im Jahr 1886 wurde es als Verwaltungsgebäude genutzt und diente bis 1947 als Rathaus von Tsukigata. 1948 wurde es als „Hokkaido Gefängnismuseum“ für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1996 erhielt es seinen heutigen Namen, das Tsukata Kabato Museum, und wurde zu einem wichtigen Zentrum für das Verständnis der Geschichte der Justiz und der Erschließung Hokkaidos. Heute ist die Bedeutung des Ortes als Teil des kulturellen Erbes von Hokkaido anerkannt.
Das Museum gliedert sich in drei wesentliche Bereiche. Ersterens ist das „Ehemalige Hauptgebäude der Kabato-Verwaltung“, ein beeindruckendes Holzgebäude, das die Atmosphäre der Meiji- und Taisho-Ära atmet. Zweitens bietet das „Hauptgebäude des Museums“ eine tiefgehende Darstellung der damaligen Zustände durch Originaldokumente und Artefakte. Im zweiten Stockwerk befinden sich zudem ein Kinobereich und eine interaktive Ecke, in der Besucher die Arbeitsweise der damaligen Zeit nachvollziehen können. Drittens lädt das „Nebengebäude“ zu einem kulturellen Besuch ein. Seit April 2023 beherbergt es die „Honda Akiji Galerie“, die die Werke des in Tsukigata geborenen Bildhauers zeigt. Im Erdgeschoss des Nebengebäudes finden sich zudem Exponate zur Natur und Landwirtschaft der Region.
Das Museum ist saisonal geöffnet: von 20. März bis 30. November. Bitte beachten Sie, dass das Museum in der Winterzeit von 1. Dezember bis 19. März geschlossen bleibt. Die täglichen Öffnungszeiten sind von 09:30 bis 17:00 Uhr, wobei der Einlass für die letzte Besichtigung um 16:30 Uhr endet. Ein Besuch am Nachmittag ist besonders empfehlenswert, um die detaillierten Dioramen und die historische Architektur unter der passenden Beleuchtung zu erleben. Besonders die ruhige Atmosphäre im Kinobereich des Hauptgebäudes oder in der Galerie des Nebengebäudes ermöglicht eine konzentrierte Auseuseinandersetzung mit den Inhalten.
Im zweiten Stock des Hauptgebäudes gibt es eine interaktive Station, an der Besucher die Arbeitsprozesse der damaligen Zeit simulieren können, was ein lebendiges Verständnis der Geschichte ermöglicht. Im Kinobereich können Sie zudem durch Videoaufnahmen die Geschichte der Erschließung Hokkaidos vertiefen. In der Honda Akiji Galerie können Sie die Natur Hokkaidos durch die Augen eines Künstlers entdecken. Das Museum ist auch ein hervorragender Ort für Bildungsreisen; es gibt spezielle Arbeitsblätter für Schüler, um das historische Wissen spielerisch zu vertiefen.
Das Museum liegt auf dem Gelände des Rathauses von Tsukigata und verfügt über ausreichend Parkplätze. Da der Bahnhof Ishikari-Tsukigata im Mai 2020 stillgelegt wurde, ist die Anreise mit dem Bus oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln aus der Umgebung am besten möglich. Die Umgebung ist geprägt von der historischen Landschaft der Stadt Tsukigata. Informationen zu Busverbindungen finden Sie auf der offiziellen Website der Stadt.
Um die historischen Gebäude und Exponate zu schützen, bitten wir um einen respektvollen Umgang. Es wird empfohlen, bequeme Schuhe zu tragen, da man sich viel in den Gebäuden bewegt. Bitte beachten Sie, dass für den Eintritt oft Bargeld erforderlich ist. Informationen zu englischsprachigen Führungen oder speziellen Buchungssystemen sollten vorab vor Ort geprüft werden. Das Fotografieren ist je nach Bereich eingeschränkt; bitte halten Sie sich an die Anweisungen des Personals. Das Museum ist teilweise barrierefrei (Rollstuhltoilette vorhanden).