
Guide
Der Ausländische Friedhof (Gaikokujin Bochi) befindet sich im Viertel Funami-cho, nordwestlich des Berges Hakodate, und ist ein bedeutendes Zeugnis der Geschichte von Hakodate als einst wichtigem Welthafen. Gelegen auf einer Anhöhe mit Blick auf das Meer, bietet der Ort einen atemberaubenden Panoramablick auf den Hafen von Hakodate. Dies ist nicht nur ein Friedhof, sondern ein lebendiges Denkmal für die vielen Ausländer, die in dieser Region lebten und hier ihre letzte Ruhe fanden. Die Aufteilung in verschiedene Sektoren, wie den protestantischen und den russischen Teil, ermöglicht es Besuchern, die kulturelle Vielfalt und die geschichtlichen Hintergründe der Region hautnah zu erleben.
Die Geschichte dieses Ortes reicht bis ins Jahr 1854 zurück, als die Ankunft der US-Schiffe unter Kommodore Perry die Öffnung Japans einleitete. Die Bestattung zweier Seeleute markiert den Beginn dieser Ära. Mit der Öffnung des Hafens von Hakodate siedelten sich viele Ausländer an, von denen viele ihr Leben fern der Heimat beendeten und hier bestattet wurden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Friedhof zu einem Ort, der Menschen verschiedenster Nationalitäten und Religionen beherbergte, und spiegelt somit die lange Geschichte des internationalen Austauschs in Hakodate wider.

Der Friedhof zeichnet sich durch seine kulturell vielfältigen Bereiche aus. Ein besonderes Merkmal ist der russische Teil, in dem viele Grabsteine in der typisch russischen Form zu finden sind, die flach am Boden liegt. Der protestantische Bereich zeigt die Gräber zahlreicher Konsuln, Händler und Seeleute, die das frühe Hakodate prägten. Ein Spaziergang entlang der Wege bietet nicht nur Einblicke in die Geschichte, sondern auch einen unvergleichlichen Blick auf das glitzernde Meer. Von den Pfaden nahe der Chuka-Sanso kann man die historischen Monumente aus nächster Nähe betrachten.
Der Friedhof bietet das ganze Jahr über eine beeindruckende Kulisse. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch während der hellen Tagesstunden, wenn der Kontrast zwischen dem tiefblauen Meer und dem klaren Himmel die friedliche Atmosphäre der Grabstätten unterstreicht. Auch die Abendstunden, wenn die Sonne langsam hinter dem Berg Hakodate versinkt, bieten ein magisches Lichtspiel, das den Ort in eine meditative Stimmung versetzt.

Der Hauptfokus liegt auf einem „historischen Spaziergang“. Es ist faszinierend, die Unterschiede in der Gestaltung der Grabsteine zu beobachten und sich die Schicksale der Menschen vorzustellen, die hier ihre letzte Ruhe fanden. Nach dem Besuch können Sie die umliegenden Cafés in der Nähe des Hafens besuchen, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Die Kombination aus historischer Reflexion und der modernen Café-Kultur der Region macht den Aufenthalt besonders reizvoll.
Der Friedhof liegt im charmanten Viertel Motomachi in Hakodate. Diese Gegend ist bekannt für ihre historische Architektur, viele Kirchen und das internationale Flair. In der Nähe finden Sie zahlreiche Cafés (wie das Cafeteria Morier), in denen Sie mit Blick auf das Meer entspannen können, sowie Tempel mit bedeutenden historischen Monumenten. Es ist eine perfekte Mischung aus Natur, Geschichte und moderner Lebensart.
Da der Friedhof auf einer Anhöhe liegt, empfehlen wir festes und bequemes Schuhwerk für die Spazierwege. Da es sich um eine Grabstätte handelt, wird um ein respektvolles und leises Verhalten gebeten. Es gibt keine strengen Kleidungsvorschriften, aber eine gepflegte Erscheinung wird empfohlen.