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Der Yokohama Foreigner Cemetery im Stadtteil Yamate (Yokohama, Präfektur Kanagawa) ist eine historische Grabstätte, in der Menschen aus aller Welt zwischen dem 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts bestattet wurden. Hier ruhen etwa 4.400 Personen aus über 40 Nationen, was die internationale Geschichte Yokohamas seit der Öffnung des Hafens widerspiegelt. Die Vielfalt der Grabmäler lässt die Geschichte der einstigen ausländischen Siedlungen lebendig werden.
Die Ursprünge des Ortes gehen auf das Jahr 1854 zurück, als die US-Marine-Flotte in den Hafen von Yokohama einlief. Nach dem Tod des Matrosen Robert Williams, der bei einem Unfall am Mast verunglückte, wurde ein Bestattungsplatz benötigt. Auf Anraten von Matthew Perry wurde dieser erhöhte Ort mit Blick auf das Meer gewählt. Ursprünglich war das Gelände Teil des Shingon-Tempels Zotoku-in, wurde aber 1861 als exklusiver Friedhof für Ausländer formalisiert. Dies schuf einen einzigartigen Ort, an dem westliche Kultur auf japanische Traditionen traf.

Die Grabsteine sind ein Symbol für die globale Gemeinschaft: Von christlichen Denkmälern bis hin zu architektonischen Stilen, die den kulturellen Hintergrund der Verstorbenen widerspiegeln. Ein interessantes Detail ist die Nähe zum Grab von Eliza Simmons, nahe dem, wo 1991 Kirschbäume gepflanzt wurden, um an ihre Verbindung zum Ort zu erinnern. Diese Stätte ist nicht nur ein Friedhof, sondern ein visuelles Geschichtsbuch der Modernisierung Japans.
Das Gelände ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Eine Besichtigung ist jedoch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von März bis Dezember möglich. An diesen Tagen können Besucher die weitläufige Anlage zu Fuß erkunden und die historischen Grabmale aus nächster Nähe betrachten. Da der Zugang an anderen Tagen streng beschränkt ist, ist es unerlässlich, den Besuchsplan vorab zu prüfen.

An den Öffnungstagen können Sie einen ruhigen Spaziergang unternehmen und nachvollziehen, wie Menschen verschiedenster Herkunft in Yokohama Fuß fassten. Es gibt Dokumentationen und Informationen über die Leistungen der dort Bestatteten, die helfen, die Rolle der Ausländer in der Entwicklung der Stadt zu verstehen. Es ist eine Erfahrung der Stille und der historischen Reflexion.
Der Stadtteil Yamate ist bekannt für seine historische Atmosphäre als ehemaliges ausländisches Wohnviertel. In der Umgebung finden sich zahlreiche westliche Villen und historische Gebäude. Eine Kombination aus dem Besuch des Friedhofs und einem Rundgang durch die umliegenden historischen Gebäude ermöglicht ein tieferes Verständnis der Modernisierungsgeschichte Yokohamas. Zudem ist die Lage nahe dem belebten Viertel Motomachi ideal für einen Ausflug.

Da das Gelände teilweise unbefestigt ist und leichte Steigungen aufweist, wird festes Schuhwerk empfohlen. Da es sich um eine heilige Ruhestätte handelt, wird um ein respektvolles und leises Verhalten gebeten. Es gibt keine speziellen Reservierungspflichten für die Öffnungstage, aber achten Sie bitte auf die Termine. Informationen zu englischsprachigen Materialien finden Sie vorab auf offiziellen Webseiten.