
Guide
Dogashima ist ein bedeutender Standort innerhalb des Izu-Halbinsel-Geoparks in der Region Nishi-Izu. Diese Küstenlandschaft entstand durch die Ablagerung von Vulkanasche, Bimsstein und Schlammströmen während der Ära eines aktiven Unterwasservulkans. Als die Izu-Halbinsel gegen die Hauptinsel Honshu stieß und sich hob, wurde diese Landschaft sichtbar, die heute durch wunderschöne, weiße Schichten aus Vulkanasche besticht. Über die glitzernde Meeresoberfläche verteilt finden sich markante Inseln wie Kamejima (Schildkröteninsel) und Hejima (Schlangeninsel), die die dynamische Kraft der Natur demonstrieren.
Die Gesteinsschichten in dieser Region sind ein lebendiges Archiv vulkanischer Aktivitäten. Über Äonen hinweg verwandelten sich die am Meeresgrund abgelagerten Vulkanasche und der Bimsstein durch geologische Prozesse in festes Gestein. Besonders die sichtbaren weißen Schichten verdeutlichen die dramatische Entstehungsgeschichte der Region. Die Landschaft erzählt die Geschichte von gewaltigen Unterwasservulkanen, pyroklastischen Strömen und der anschließenden Hebung des Meeresbodens zum Festland.

Das Herzstück von Dogashima ist das Zusammenspiel aus den Inseln und den markanten Gesteinsschichten. Die Insel Kamejima verdankt ihre Form den Ablagerungen vulkanischer Ströme. Die Insel Hejima hingegen zeichnet sich durch die verformten, weißen Vulkanaschenchichten aus, die aus der Ferne wie die Schuppen einer Schlange wirken. An den Klippen und Inseln lassen sich die präzisen Schichten aus Bimsstein und Asche detailreich beobachten – ein wahres Meisterwerk der Natur.
Die natürliche Schönheit von Dogashima ist das ganze Jahr über erlebbar. Da die Bootstouren (Sightseeing Boats) stark von der Wetterlage und der Jahreszeit abhängen, wird eine vorherige Prüfung der Bedingungen empfohlen. Die hellen Mittagsstunden sind ideal, um die Kontraste der weißen Gesteinsschichten und die Details der Inseln am besten zu erkennen. Ob vom Wasser aus per Boot oder vom Land aus über die Wanderwege – je nach Perspektive erleben Sie die Geologie auf völlig neue Weise.

Die Hauptattraktion ist die Beobachtung der Küstenlinie per Bootstour. Von der Wasseroberfläche aus haben Sie einen direkten Blick auf die steilen Klippen und die faszinierenden Formen von Kamejima und Hejima. Alternativ bietet das Küstenwanderweg-System die Möglichkeit, die geologischen Strukturen aus der Vogelperspektive zu betrachten. Dies ist die beste Art, die „Schichtmuster“ (Shima-shima) des Izu-Halbinsel-Geoparks hautnah zu erleben.
In der Umgebung von Nishi-Izu finden sich weitere Geotop-Ziele. Dazu gehören beispielsweise die „Muroiwa-Höhle“ mit ihrer historischen Bedeutung oder die „Iruma Senjojiki“-Formation, die ebenfalls beeindruckende geologische Schichten zeigt. Eine Kombination dieser Orte ermöglicht ein tiefes Verständnis der vulkanischen Geschichte der Region.

Für die Nutzung der Ausflugsboote oder Einkäufe in lokalen Läden können neben Bargeld oft auch Kreditkarten oder kontaktlose IC-Karten (wie Suica/Pasmo) verwendet werden. Bitte prüfen Sie dies vor Ort.
An den touristischen Knotenpunkten und durch Hinweisschilder werden teilweise englischsprachige Informationen bereitgestellt.
Die Verfügbarkeit der Ausflugsboote variiert je nach Wetter und Saison. Es wird empfohlen, den aktuellen Status am Tag der Reise zu prüfen. Eine Reservierung ist je nach Saison unterschiedlich notwendig.
Für die Wanderwege entlang der Küste sind festes, bequemes Schuhwerk unerlässlich. Da es am Meer oft windig ist, empfiehlt sich Kleidung, die vor Wind und Kälte schützt.
Das Fotografieren der Landschaft ist erlaubt. Bitte achten Sie beim Fotografieren auf die Sicherheit und die Etikette in öffentlichen Bereichen und auf den Booten.
Einige Teile der Wanderwege sind gut ausgebaut, jedoch gibt es je nach Gelände auch unebene Stellen oder Steigungen. Die Parkplätze sind für PKW und auch für kleinere Busse geeignet.
Beim Weg von den Parkplätzen hinunter zur Küste oder zu den Höhlen müssen Sie beim Überqueren der Straßen besonders vorsichtig sein, da die Sichtverhältnisse teilweise eingeschränkt sein können.