
Guide
Dejima (Dejima Oranda Shokan Ato) in der Stadt Nagasaki, Präfektur Nagasaki, war ein historisch bedeutsamer Ort, der als Zentrum für den Außenhandel während der Isolation Japans (Sakoku) in der Edo-Zeit diente. Es handelte sich ursprünglich um eine künstliche, fächerförmige Insel im Hafen von Nagasaki, auf der die niederländische Handelsstation (Oranda Shokan) errichtet wurde. Heute behercht das Gelände eine gut ausgestattete Anlage mit rekonstruierten Gebäuden und Darstellungen des damaligen Lebensstils, die es Besuchern ermöglicht, die historische Schnittstelle zwischen der japanischen und der westlichen Kultur hautnah zu erleben.
Während der Edo-Zeit verfolgte Japan eine strikte Isolationspolitik, doch Dejima spielte eine entscheidende Rolle als Fenster zur Welt für den Handel mit den Niederlanden. Hier gelangten fortschrittliche westliche Kenntnisse in den Bereichen Medizin, Astronomie, Botanik und andere Wissenschaften nach Japan. Dejima war somit nicht nur ein reiner Handelsplatz, sondern ein kultureller Kreuzungspunkt, der die Modernisierung und den wissenschaftlichen Fortschritt Japans maßgeblich beeinflusste.

Zu den Highlights gehören die rekonstruierten Gebäude der niederländischen Handelsstation sowie die Wohn- und Lagerhäuser der damaligen Handelsvertreter. Diese Architektur bildet einen einzigartigen Raum, in dem sich japanische und westliche Stile vermischen. In den Ausstellungsräumen finden Sie zudem wertvolle historische Dokumente, wissenschaftliche Instrumente und Handelsgüter, die durch den Kontakt mit den Niederlanden nach Japan gelangten.
Die hellen Mittagsstunden eignen sich besonders gut, um die Details der historischen Architektur und die umliegende Landschaft bei klarer Sicht zu bewundern. In der Nähe befindet sich zudem das kommerzielle Viertel 'Dejima Wharf', wo Sie nach Ihrem Besuch kulinarische Köstlichkeiten genießen können. Die historische Kulisse der Gebäude ist zu jeder Jahreszeit gleichermaßen beeindruckend.

Ein Spaziergang durch die rekonstruierten Gebäude ermöglicht es Ihnen, in die Lebenswelt der damaligen Zeit einzutauchen. Durch die Ausstellungsstücke können Sie die Mechanismen des Handels und den Einfluss westlicher Erkenntnisse auf das Edo-Japan besser verstehen. Wandeln Sie durch die historische Szenerie und stellen Sie sich das tägliche Leben der Handelsvertreter vor.
Ganz in der Nähe von Dejima liegt das 'Dejima Wharf', ein Ort, an dem Sie die frische Meeresküche Nagasaki genießen können – ideal für eine Pause während Ihrer Sightseeing-Tour. Dejima ist zudem sehr leicht erreichbar, beispielsweise mit der Straßenbahn aus dem Zentrum von Nagasaki, sodass Sie es problemlos mit anderen Zielen wie dem Nagasaki Museum of Art oder der Meganebashi-Brücke kombinieren können.

Für die Besichtigung der Außenanlagen sind bequeme Schuhtypen sehr zu empfehlen. Um die historischen Dokumente und Gebäude zu schützen, bitten wir Sie, in den Ausstellungsbereichen auf das Berühren der Exponate sowie auf das Fotografieren (sofern nicht ausdrücklich erlaubt) zu achten. Die Bezahlung vor Ort ist teilweise per Kreditkarte oder IC-Karte möglich, für kleinere Stände oder Souvenirs ist jedoch oft Bargeld erforderlich. Es gibt englischsprachige Informationen und Beschilderungen vor Ort.