
Guide
Dainichodo Bugaku ist eine historisch bedeutsame Volkskunst, die am Dainichiko-Schrein (Dainichodo) in Hachimantai, Kazuno, Präfektur Akita, gepflegt wird. Diese Kunstform wurde bereits 1976 als nationales immaterielles Kulturgut Japans anerkannt und im Jahr 2009 offiziell in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Sie ist ein Symbol für die japanische Ästhetik und die tiefe Verwurzelung der regionalen Spiritualität. Lokal wird die Zeremonie auch als „Saido“ bezeichnet und dient als ein wichtiges Ritual zur Feier des neuen Jahres, das über Jahrhunderte hinweg sorgsam bewahrt wurde.
Die Wurzeln dieses Bugaku-Tanzes reichen weit zurück. Es heißt, dass die Tänze im Jahr 718 von Musikern aus der kaiserlichen Hauptstadt nach unten in die Provinz gebracht wurden, als der Dainichodo-Schrein neu errichtet wurde. So gelangte die raffinierte Kultur der Hauptstadt in die Region und entwickelte dort eine ganz eigene, einzigartige Form. Zudem gibt es eine Legende, nach der die Tochter eines wohlhabenden Mannes den Schrein errichtete, um ihre Eltern zu ehren, was die enge Verbindung zwischen dem Glauben und der lokalen Geschichte unterstreicht. Die Weitergabe der Tradition erfolgt durch die Zusammenarbeit von vier umliegenden Dörfern, was den starken Zusammenhalt der Gemeinschaft widerspiegelt.
Der größte Reiz des Dainichodo Bugaku liegt in der Vielfalt der Darbietungen und dem feierlichen Ablauf der Zeremonie. Es gibt insgesamt neun verschiedene Tanzarten, darunter Miko-mai, Konna-te-mai, Gongen-mai, Tori-mai, Koma-mai, Kosho-mai, Karasu-hen-mai und Godaison-mai. Jedes Dorf ist für die Pflege bestimmter Tänze verantwortlich, was die Vielfalt der Darbietung erhöht. Die Zeremonie beginnt mit rituellen Reinigungen (Shufutsu), dem Jizo-Tanz und dem Hata-sori, gefolgt vom prachtvollen Hana-mai direkt vor dem Schrein. Wenn die Tänzer schließlich mit den Drachen-Fahnen (Ryujin-ban) in das Innere des Gebäudes ziehen, entsteht ein absolut majestätisches Schauspiel.
Dainichodo Bugaku findet traditionell jährlich am 2. Januar statt. Dieser Termin ist tief im Herzen der Menschen verankert, da er als Teil der „Dainicho“-Feierlichkeiten zum Neujahrsfest dient. Die rituellen Darbietungen beginnen gegen 08:00 Uhr morgens und dauern bis etwa mittags an. Da es sich um ein einmaliges kulturelles Ereignis handelt, wird empfohlen, die Reise genau auf diesen Termin abzustimmen.
Dies ist mehr als nur ein touristischer Besuch; es ist eine Begegnung mit der japanischen Seele. Sie können die lebendige Tradition aus nächster Nähe erleben, die von den lokalen Gemeinschaften über Generationen hinweg geschützt wurde. Die fließenden Bewegungen der Tänzer im heiligen Raum des Schreins hinterlassen einen tiefen Eindruck und vermitteln ein vollkommenes Verständnis für die Nutzung von Klang, Bewegung und Raum in der japanischen Ritualkunst.
Der Dainichiko-Schrein liegt inmitten der unberührten Natur von Kazuno. Die Umgebung ist geprägt von malerischen Dörfern und einer friedlichen Landschaft, die ideal ist, um die lokale Kultur und die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrer Natur zu erkunden.
Da es sich um eine heilige Zeremonie handelt, bitten wir um Beachtung folgender Punkte: