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Der Tempel Chofuku-ji auf dem Shounzan-Berg liegt in der Stadt Hita (Stadtteil Mame-da-cho) in der Präfektur Oita. Die Tempelhalle ist ein herausragendes Beispiel der Jodo-Shinshu-Schule und besitzt einen extrem hohen historischen Wert, da sie zu den wenigen Hallen aus dem 17. Jahrhundert in der Kyushu-Region ist. Im Jahr 2006 wurde das Gebäude als nationales wichtiges Kulturgut eingestuft, und 2015 wurde der Tempel als Teil des „Erbes des Bildungswesens der frühen Neuzeit“ (Japan Heritage) anerkannt. Neben der beeindruckenden Architektur besticht der Ort durch seine sich mit den Jahreszeiten wandelnde Landschaft und die lebendige Pflege traditioneller Bräuche.
Die Architektur der Chofuku-ji-Halle bewahrt den Stil der frühen Edo-Zeit. Die Struktur des Gebäudes hat im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Veränderungen durchlaufen, was die Entwicklung der religiösen Praktiken widerspiegelt. So wurden beispielsweise im Jahr 1702 die Yoma-Dahnen (Altarbereiche) angepasst und 1809 die Yarai-Bereiche neu definiert. Diese baulichen Anpassungen sind wertvolle Zeugnisse für die Entwicklung der Tempelarchitektur der Jodo-Shinshu-Schule. Das zentrale Heiligtum der Halle beherbergt eine hölzerne Statue des Amida Nyorai aus dem späten 14. Jahrhundert, die seit Jahrhunderten als Objekt tiefer Verehrung dient.

Das Innere der Tempelhalle ist mit künstlerisch wertvollen Dekorationen geschmückt. Besonders hervorzuheben sind die Fusuma-Malereien (Schiebetüren), die von berühmten Künstlern aus der Region Hita stammen und die Erhabenkeit des Raumes unterstreichen. Auf der linken Seite findet man das Werk „Daishinkai“ von Shigeo Iwasawa, auf der rechten Seite „Hakubunka Fuki-ka“ von Akira Kinoshita. Diese Kunstwerke harmonieren perfekt mit der Architektur. Auch die charakteristischen Muster der frühen Edo-Zeit an den Säulen und die historische Struktur selbst ziehen Besucher in ihren Bann.
In Chofuku-ji lässt sich die Natur in all ihren Facetten erleben. Von Frühling über Sommer bis hin zu Herbst und Winter bietet das Tempelgelände immer wieder neue, stimmungsvolle Anblicke. Besonders die Harmonie zwischen den historischen Gebäuden und der natürlichen Umgebung ist zu jeder Jahreszeit ein Highlight. Es empfiehlt sich, den Tempel während der hellen Tagesstunden zu besuchen, da das einfallende Licht die Details der Malereien und Schnitzereien besonders eindrucksvoll zur Geltung bringt.
Ein besonderes Angebot ist die Teilnahme an der „Shakyo-会“ (Sutra-Schreibübung). Dieses Programm richtet sich sowohl an junge Menschen als auch an Senioren und ist auch für Personen ohne tiefe Vorkenntnisse im Buddhismus geeignet. Nach einer kurzen Ansprache durch den Abt können Teilnehmer mit Tusche und Pinsel die heiligen Texte wie das „Shingon-ge“ oder „Tannisho“ abschreiben und so einen Moment der vollkommenen Ruhe und Konzentration finden. Zudem gibt es die Gruppe „Koko Goshodan“, die sich der buddhistischen Gesangskunst widmet.
Der Tempel befindet sich in der historischen Stadt Mame-da-cho in Hita, einem Gebiet, das als geschütztes Ensemble traditioneller Gebäude bekannt ist. Nach dem Besuch des Tempels empfiehlt sich ein Spaziergang durch die malerischen Straßen von Mame-da-cho, um die Atmosphäre der Edo-Zeit und die tief verwurzelte lokale Kultur zu entdecken.
Bitte beachten Sie, dass der Tempel ein heiliger Ort ist. Bei der Teilnahme an der Sutra-Schreibübung sollten Sie Schreibutensilien und Gebetsketten (Nenju) mitbringen. Kleiden Sie sich angemessen (dezente Kleidung, keine zu freizügigen Outfits). Da es sich um ein geschütztes Kulturgut handelt, kann das Fotografieren im Inneren der Halle eingeschränkt sein – bitte achten Sie auf die örtlichen Anweisungen. In den Tempelbereichen wird um Ruhe und Respekt gebeten.