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Buttsuji ist ein historisch bedeutsamer Tempel der Rinzai-Zen-Schule, der im Jahr 1397 von Kobayakawa Shunpei gegründet wurde. In der Vergangenheit genoss der Tempel einen so hohen Status, dass er als ebenbürtig mit dem Nanzen-ji in Kyoto galt. Heute liegt er in der Stadt Mihara (Präfektur Hiroshima) und dient als wichtiges Zentrum, das die lokale Geschichte und Kultur bewahrt. Auf dem weitläufigen Gelände können Besucher inmitten von historischen Gebäuden und üppiger Natur die tiefe Stille und die Essenz der japanischen Geisteskultur erleben.
Die Geschichte des Tempels reicht bis in das Jahr 1397 (die 4. Ära der Ōei-Zeit) zurück. Er wurde unter der Leitung des Meisters Guchu Shuichi errichtet. In seiner Blütezeit spielte der Tempel eine entscheidende politische und religiöse Rolle, da er als Gebetsschrein für die Ashikaga-Shogune diente und unter dem Schutz der Familien Kobayakawa und Mori stand. Trotz schwieriger Zeiten wie des Ōnin-Krieges oder Bränden hat der Tempel seine Tradition als Haupttempel der Buttsuji-Linie des Rinzai-Zen erfolgreich bewahrt. Auch die Verbindung zu bedeutenden historischen Persönlichkeiten wie dem Maler Sesshu oder dem Dichter Santōka verleiht dem Ort einen hohen kulturellen Wert.

Das Gelände beherbergt zahlreiche Bauwerke von hohem historischem Wert. Besonders hervorzuheben ist der Jizo-do, der vermutlich im Jahr 1406 errichtet wurde und als nationales Kulturgut (Wichtiges Kulturgut Japans) die Architektur der Gründungszeit perfekt widerspiegelt. Ein weiteres Highlight ist die Wolkendrachen-Malerei (Unryuzu) an der Decke der Hatto (Buddha-Halle), die die lange Geschichte des Tempels lebendig werden lässt. Der Weg durch die Anlage, vorbei an den Steintreppen und dem Kaizan-do, lässt die ästhetische Schönheit der Architektur und die Tiefe der Geschichte spüren.
Buttsuji zeigt sich in jeder Jahreszeit von einer neuen, faszinierenden Seite. Besonders im November, während der Zeit der Herbstlaubfärbung (Momiji), ist der Tempel äußerst beliebt, da die leuchtenden Farben der Blätter in perfekter Harmonie mit den historischen Gebäuden stehen. Diese Szenerie gilt als Inbegend für die klassische japanische Ästhetik. Zudem finden im April und September spezielle Gedenkzeremonien (Frühjahrs- und Herbst-Kaizan-Kiyo) statt, die den Tempel in eine lebendige, spirituelle Atmosphäre tauchen.

Besucher können hier Momente der Stille und Kontemplation im Geiste des Zen finden. Die Umgebung, die auch durch die riesige Kinumaki-Kiefer (ein Naturdenkmal der Präfektur Hiroshima) geprägt ist, bietet eine ideale Kulisse für die Verbindung von Natur und Kultur. Der Tempel ist zudem Teil der Chugoku Sanjusan Kannon Pilgerroute. Ein Spaziergang durch das Gelände ermöglicht es, dem hektischen Alltag zu entfliehen und die japanische Spiritualität hautnah zu erfahren.
In der Umgebung von Mihara gibt es weitere historische Orte, wie zum Beispiel den berühmten Mitaki-dera Tempel. Es empfiehlt sich, bei der Reiseplanung auch die umliegenden historischen Pfade und die natürliche Schönheit der Region einzubeziehen.

Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch folgende Punkte: