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Aokigahara Jukai ist ein weitläufiger Urwald, der sich über die Gemeinden Fujikawaguchiko und Narusawa in der Präfekten Yamanashi erstreckt. Er liegt nordwestlich des Fuji und ist ein direktes Ergebnis der vulkanischen Aktivität des Berges. Die Bäume wuchsen auf den erstarrten Lavaströmen der letzten Eruptionen. Von oben betrachtet wirkt das Blätterdach wie ein grünes Meer, was dem Wald seinen Namen „Jukai“ (Baummeer) gab. Der Wald ist als Teil des Naturdenkmals der Fuji-Primärwälder geschützt und spielt eine entscheidende Rolle für das ökologische Gleichgewicht der Region.
Die Geschichte dieses Waldes ist mit etwa 1.200 Jahren vergleichsweise jung, was ihn zu einem dynamischen Ökosystem macht. Die Landschaft wurde durch die gewaltigen Naturkräfte der vulkanischen Eruptionen geformt. Aokigahara Jukai ist zudem ein integraler Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Fujisan, heiliger Ort und Quelle künstlerischer Inspiration“. Er gilt seit jeher als ein Ort von besonderer spiritueller und natürlicher Bedeutung für die lokale Bevölkerung und Besucher aus aller Welt.

In Aokigahara Jukai können Sie die außergewöhnliche Topografie beobachten, in der Bäume direkt auf den unebenen Lavaströmen wurzeln. Die Vielfalt der Flora und Fauna ist beeindruckend. Besonders sehenswert sind die bizarren Formationen der Lava und die natürlichen Höhlen. Ein weiteres Highlight ist der Aussichtspunkt „Koyo-dai“, von dem aus Sie einen spektakulären Panoramablick auf den gesamten Wald sowie auf die Seen Saiko und Motosu genießen können.
Der Wald bietet das ganze Jahr über faszinierende Anblicke. Je nach Jahreszeit verändern sich das Wachstum der Pflanzen und die Farben der Vegetation. Besonders empfehlenswert sind die Wanderungen im Frühling und Herbst. Beachten Sie jedoch, dass das Wetter in den Bergen schnell umschlagen kann. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden ist ideal, um das Spiel von Licht und Schatten im dichten Blätterdach am besten zu erleben.

Für ein tieferes Verständnis der Natur bieten zertifizierte Guides spezielle „Nature Guide Tours“ an. Es gibt die Möglichkeit, an einer täglichen geführten Tour (Dauer ca. 1 Stunde) teilzunehmen, die spontan gebucht werden kann, oder an einer individuellen geführten Tour (1 bis 3 Stunden), die vorab geplant werden sollte. Die Guides sind von der Gemeinde zertifiziert und verfügen über fundiertes Fachwissen. Auch der Besuch der natürlichen Lavahöhlen wie der „Fugaku Windhöhle“ ist ein unvergessliches Erlebnis der geologischen Natur.
In der unmittelbaren Umgebung finden Sie weitere Naturwunder. Die Fugaku Windhöhle (Fugaku Fūketsu) ist eine riesige natürliche Höhle, die durch Lavaströme entstanden ist. Selbst im Sommer bleibt es hier angenehm kühl. Zudem bietet das Rest House am Koyo-dai Aussichtspunkt eine perfekte Gelegenheit, um den Blick über den Wald bis hin zu den Seen Saiko und Motosu schweifen zu lassen.

Für eine sichere Wanderung ist die richtige Vorbereitung essenziell. Tragen Sie bequeme Kleidung, feste Wanderschuhe und einen Hut. Nutzen Sie einen Rucksack, um Ihre Hände frei zu haben, was besonders wichtig ist, um auf unebenem Gelände das Gleichgewicht zu halten. Da das Wetter in den Bergen unberechenbar ist, bringen Sie unbedingt Regenbekleidung mit (Regenschirme sind im Wald aufgrund der Sturzgefahr nicht empfohlen). Vermeiden Sie stark duftende Parfüms oder Haarpflegeprodukte, um Insekten wie Wespen nicht anzulocken. Bitte bleiben Sie stets auf den markierten Wanderwegen und betreten Sie niemals die gesperrten Bereiche, um die Natur zu schützen und Ihre Sicherheit zu gewährleisten.