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Erihara no Mizuana ist eine beeindruckende Quelle in der Stadt Shima, Präfektur Mie. Bekannt als Amano Iwato (das Himmelsportal), gehört dieser Ort zu den offiziell ausgewählten „100 besten Wasserquellen“ Japans. Die Quelle liegt in einer Kalksteinformation (Karstlandschaft), die von einem dichten, ursprünglichen Wald geschützt wird, wodurch das Wasser über Jahrtausende hinweg rein und unberührt geblieben ist. Historisch gesehen war dieser Ort ein wichtiger Stopp auf den Pilgerwegen zwischen Ise und Shima.
Schon vor der Showa-Ära wurde dieser Ort von Pilgernden, die auf dem Weg nach Ise waren, als „Himmelsportal“ verehrt. Trotz eines Erdrutsches in den 1920er Jahren blieb die spirituelle Bedeutung bestehen, und heute befindet sich dort ein Altar für das Takisai-Kuda-Fest. Auch Kokichi Mikimoto, der berühmte Perlenkultur-Pionier, hatte eine tiefe Verbindung zu diesem Ort.
In der modernen Zeit hat der Ort eine neue Bedeutung gewonnen: Er gilt als Inspirationsquelle für die Werke des Regisseurs Makoto Shinkai. Die Verbindung zur Göttin Mizu no Kami und die Atmosphäre der Umgebung machen ihn zu einem begehrten Ziel für Fans von Anime-Pilgerreisen (Seichijunrei).

Das Herzstück ist das stetig sprudelnde, kristallklare Wasser aus den Kalksteinhöhlen. Dieses Wasser ist so rein, dass es sogar die lokale Wasserversorgung stützt. Ein magischer Moment ereignet sich um den 23. November: Zu dieser Zeit steht die Sonne so, dass ihr Licht direkt in das Innere des Felsportals fällt – ein spektakuläres Naturschauspiel, das oft von rituellen Zeremonien begleitet wird.
Der November ist die absolut empfehlenswerte Zeit für einen Besuch. Durch das spezielle Sonnenereignis um den 23. November erleben Sie die Verbindung von Natur und Mythologie in ihrer intensivsten Form. Auch die herbstliche Färbung des umliegenden Waldes bietet eine wunderschöne Kulisse für die Wanderung zur Quelle.

Besucher können die geologische Besonderheit der Karstlandschaft hautnah erleben. Ein Spaziergang durch die Stille der Natur ermöglicht eine tiefe Entspannung und eine Verbindung zur japanischen Spiritualität. In der Umgebung finden Sie zudem weitere kulturelle Schätze wie den Izawa-Schrein oder den Saruta-Hime-Schrein, die eng mit den Legenden dieses Ortes verwoben sind.
Da sich die Quelle in einem natürlichen Waldgebiet befindet, ist festes, rutschfestes Schuhwerk unerlässlich. Der Boden kann durch die Kalksteinformationen uneben sein. Da es sich um einen heiligen Ort handelt, wird um ein respektvolles und leises Verhalten gebeten. Da die Informationen vor Ort oft nur auf Japanisch verfügbar sind, empfiehlt es sich, die Anfahrt und Informationen vorab digital zu prüfen. Für den Nahverkehr ist es ratsam, etwas Bargeld für Busfahrten bereitzuhalten.