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Das Niiname-sai ist eines der bedeutendsten Feste Japans, das sowohl am kaiserlichen Hof als auch in zahlreichen Schreinen landesweit gefeiert wird. Der Kashihara-Jingū in der Stadt Kashihara (Präfektur Nara) ist dem ersten Kaiser Jimmu und Kaiserin Jingu gewidmet. Bei diesem Fest wird für die Ernte des vergangenen Jahres gedankt und um Wohlstand für das Volk gebetet. Ein besonderer Höhepunkt ist das Opferritual der neuen Getreideernten, das die tiefe Verbindung der japanischen Kultur zur Landwirtschaft und Spiritualität verdeutlicht.
Das absolute Highlight ist die Darbietung des Kume-mai, eines traditionellen Tanzes, der eng mit dem Kaiser Jimmu verbunden ist. Vier Tänzer führen diesen kraftvollen Tanz zu Klängen von Ryūteki (Flöte), Hichiriki (Oboe) und Wako (Koto) auf. Besonders die dynamischen Schwertbewegungen sind beeindruckend. Der Kume-mai zählt zu den ältesten Formen des japanischen Tanzes (Kuni-fū Kabu) und ist ein extrem seltenes Kulturgut, das nur an sehr wenigen Orten wie dem Kashihara-Jingū zu sehen ist.
Zudem bietet die Festzeit eine visuelle Pracht: Die golden schimmernden Reispflanzen und die herbstliche Färbung der Natur schaffen eine besondere Atmosphäre. Der weitläufige Schreinkomplex mit dem Südlichen Tor (Minami-Shingomon), der Gebetshalle (Gai-Haiden) und dem malerischen Fukada-See bietet zudem zahlreiche Fotomotive, die historische Architektur mit natürlicher Schönheit verbinden.
Im Jahr 2026 findet das Fest am 23. November statt. Das Niiname-sai wird als feierliches Ritual zur Dankbarkeit für die Ernte in einer sehr würdevollen Atmosphäre vollzogen. Der Ablauf umfasst typischerweise die Opfergaben der neuen Getreidearten auf den heiligen Feldern (Shinseinden) sowie die anschließende Darbietung des Kume-mai-Tanzes.
Der Veranstaltungsort ist der Kashihara-Jingū in der Stadt Kashihara, Präfektur Nara.
Da das Niiname-sai ein sehr heiliges und feierliches Ritual ist, wird um ein respektvolles und ruhiges Verhalten gebeten. Es ist wichtig, die laufenden Zeremonien nicht zu stören. In der Umgebung finden oft auch lokale Kulturveranstaltungen statt, bei denen man regionale Spezialitäten entdecken kann. Um die historischen Tänze aus nächster Nähe zu erleben, empfiehlt es sich, die genaue Platzierung vorab zu prüfen.