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Das Niihama Taiko Matsuri ist ein traditionsreiches Herbstfest in der Stadt Niihama, Präfektur Ehime. Es zählt zu den drei bedeutendsten 'Kakenka Matsuri' (festlichen Kämpfen) Japans und ist eines der drei großen Feste der Shikoku-Region. Die Wurzeln des Festes reichen bis in die Heian-Zeit zurück und werden durch die tiefe Verbundenheit der lokalen Gemeinschaft getragen. In den Straßen von Niihama ziehen insgesamt 54 prachtvolle 'Taiko-dai' (festliche Wagen), die mit kostbaren Goldstickereien verziert sind, durch die Stadt.
Der absolute Höhepunkt ist das 'Kakikurabe', bei dem die riesigen Taiko-Wagen heftig geschüttelt und gegeneinander bewegt werden. Die Wagen sind 6,5 Meter hoch und wiegen etwa 2 Tonnen, getragen von über 200 Männern, den sogenannten 'Kaki-o'. Die dynamischen Darbietungen wie das 'Jorin' (Abnehmen der Räder), das 'Sashiage' (hoch in den Himmel heben) und das 'Fusawari' (kräftiges Schütteln im Takt der Trommeln) sind absolut mitreißend.
Ein weiteres Highlight ist das 'Funa-miyuki' auf dem Meer. Hierbei werden die Taiko-Wagen auf speziellen Flossenschiffen durch den Hafen von Niihama geführt, was eine mystische und kraftvolle Atmosphäre schafft. Das Fest beginnt oft in der frühen Morgenstunde mit der heiligen Zeremonie an der Steintreppe des Naiku-Schreins.
Das Fest findet jährlich in drei Tagen vom 16. bis 18. Oktober statt (in einigen Gebieten bereits ab dem 15. Oktober).
Das Fest verteilt sich über verschiedene Gebiete in Niihama. Die wichtigsten Standorte für das 'Kakikurabe' sind:
Dieses Fest ist weit mehr als ein touristisches Ereignat; es ist ein tief verwurzeltes religiöses Ritual der Einheimischen. Besucher können die enorme Energie und den Wettbewerbsgeist der verschiedenen Stadtteile hautnah erleben. Da die Taiko-Wagen sehr dynamisch und schwer sind, ist beim Zuschauen auf die eigene Sicherheit zu achten.