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Das Futsuka-sai in der Itsukushima-Schrein ist ein tief verwurzelter ritueller Teil der Neujahrsfeierlichkeiten. Ein besonderes Highlight ist die Darbietung des „Bugaku“ – ein hochgeschätzter klassischer Tanz. Diese Kunstform wurde einst von Taira no Kiyomori aus der Hauptstadt Kyō nach Miyajima gebracht. Bugaku ist eine seltene Kunstform, die heute nur noch an sehr wenigen Orten in Japan, wie dem Kaiserhof oder der Itsukushima-Schrein, in ihrer ursprünglichen Form gepflegt wird.
Das Herzstück des Festes ist die Darbietung des Bugaku-Tanzes, der seit dem 12. Jahrhundert ohne Unterbrechung überliefert wurde. Bei diesem Futsuka-sai werden prachtvolle Stücke wie „Manzairaku“ oder „Engiraku“ aufgeführt, die durch ihre opulente Kostümierung und die klassische Musik bestechen. Diese Tänze sind das Ergebnis eines kulturellen Austauschs mit Indien, Vietnam, China und Korea, der in Japan zu einer einzigartigen Ästhetik verfeinert wurde. Es ist ein weltweit seltenes Kulturgut, das man in der sakralen Atmosphäre des Schreins hautnah erleben kann.
Das Programm beginnt am 2. Januar um 13:00 Uhr und folgt auf das Neujahrsfest (Saitan-sai) am Vortag. Die historischen Tanzstücke werden in einem festen Zeitrahmen präsentiert.
Der Veranstaltungsort ist der Itsukushima-Schrein auf der Insel Miyjima (Präfektur Hiroshima). Um die Insel zu erreichen, müssen Sie von „Miyajimaguchi“ auf dem Festland mit der Fähri überqueren. Die Fähren verkehren sehr häufig, etwa alle 15 Minuten. Da der Autoverkehr auf der Insel stark eingeschränkt ist, ist die Anreise per Fähre der Standardweg.
Da es sich um eine heilige Zeremonie handelt, herrscht eine sehr würdevolle und ernste Atmosphäre. Um die Darbietung voll zu genießen, empfiehlt es sich, sich vorab über die verschiedenen Tanzstücke zu informieren. Planen Sie zudem genügend Zeit für die Überfahrt mit der Fähre ein, um stressfrei anzukommen.
Bitte achten Sie auf die religiöse Bedeutung der Zeremonie. Das Aufstellen von Stativen sowie die Verwendung von Blitzlicht bei den Tanzaufführungen ist zum Schutz der Gebäude und der Künstler streng untersagt. Bitte halten Sie sich an die geltenden Regeln für das Fotografieren.